Standardübersicht
Der EN 15010:2006 Die Norm legt die Maßtoleranzen für Aluminium-Aerosolbehälter mit einem 25,4 mm Öffnung Beim Verpressen mit Ventilkappen sind diese Toleranzen entscheidend für eine effektive Abdichtung während der Fertigung, da unsachgemäßes Verpressen zu Leckagen oder Druckausfällen führen kann. Die Norm umfasst Maße in Bezug auf Öffnung, Parallelität, Exzentrizität und Höhe.
1. Rolle der EN 15010 im Normensystem
EN 15010 sollte immer zusammen mit Folgendem angewendet werden:
- ISO 90-3 – Kapazitäts- und Höhenreferenz
- EN 14848 – Ventiltellergeometrie
- EN 15006 – Abmessungen der Aluminiumdosenöffnung
- EN 15008 – Abmessungen der einteiligen Aluminiumdose
Zusammen bilden diese Standards ein vollständiges Kompatibilitätssystem zwischen Dose, Ventil und Klemme.
2. Wichtige Toleranzen im Zusammenhang mit dem Einpressen

Exzentrizität (A)
Die Exzentrizität definiert, wie weit die Öffnungsmittellinie von der Achse des Dosenkörpers abweichen darf. Eine zu hohe Exzentrizität führt beim Verpressen zu einer ungleichmäßigen Dichtungskompression.
Parallelismus (B)
Die Parallelität steuert die Winkelausrichtung zwischen der Öffnungsebene und der Gehäusebasis. Eine mangelhafte Parallelität führt zu schiefen Ventilen und asymmetrischen Klemmprofilen.
Höhentoleranz (H)
Die Höhentoleranz definiert, wie stark die vertikale Position der Öffnung relativ zum Dosenboden variieren darf. Je nach Gesamthöhe der Dose gelten unterschiedliche Grenzwerte.
| Gesamthöhe der Dose | Höhentoleranz |
|---|---|
| H ≤ 260 mm | ± 0,4 mm |
| H > 260 mm | ± 0,5 mm |
3. Auswirkungen auf Dichtungseffizienz und Austauschbarkeit
Die in EN 15010 definierten Toleranzen sind nicht rein geometrischer Natur; es handelt sich um funktionale Grenzen, die aus umfangreicher Branchenerfahrung abgeleitet wurden.
Wenn diese Toleranzen eingehalten werden:
- Ventilkappen verschiedener Hersteller bleiben austauschbar.
- Die Verteilung der Klemmkräfte ist gleichmäßig.
- Die Langzeit-Leckageleistung wird verbessert
Wenn sie überschritten werden:
- Lokale Über- oder Unterkompression der Dichtung tritt auf
- Ventilneigung und kosmetische Mängel treten auf
- Verzögerte Leckagen werden wahrscheinlicher
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Dieses Dokument präsentiert EN 15010, Die Norm legt Toleranzanforderungen für die Grundabmessungen von Aluminium-Aerosolbehältern im Hinblick auf die Verpressung fest. Sie unterstützt die Kontrolle von Parallelität, Exzentrizität und Höhe und gewährleistet so eine zuverlässige Ventilverpressung, Fertigungskonsistenz und Qualitätssicherung bei Aerosolverpackungen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
EN 15010 definiert Toleranzen für das Verschließen von Dosen, die die Normen für Öffnungen und Behältergeometrie ergänzen. Zusammen mit EN 15006, EN 15008 und EN 14848 gewährleistet sie die vollständige Kompatibilität zwischen Aluminiumdosen, Ventilkappen und Verschließwerkzeugen.
Parallelität und Exzentrizität beeinflussen direkt, wie gleichmäßig Ventilkegel und Dichtung beim Verpressen komprimiert werden. Eine Überschreitung dieser Toleranzen führt häufig zu asymmetrischen Dichtungen, Ventilkippung und einem erhöhten Risiko verzögerter Leckagen.
Ja. Höhere Dosen weisen aufgrund von Formgebungs- und Handhabungsbeschränkungen etwas größere Höhentoleranzen auf. Allerdings erfordert die erhöhte Höhenabweichung eine sorgfältige Justierung der Abfüll- und Verschließmaschinen, um eine gleichbleibende Versiegelung zu gewährleisten.
Kundenspezifische Werkzeuge können Abweichungen teilweise ausgleichen, grundlegende geometrische Fehler jedoch nicht vollständig korrigieren. Die Verwendung von Werkzeuganpassungen anstelle von konformen Maßen verringert in der Regel die Austauschbarkeit und die Prozessrobustheit.
Die Toleranzen sind zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, stellen aber bewährte Branchenpraktiken dar. In Produktionsumgebungen ist das Überschreiten dieser Grenzwerte eine häufige Ursache für Dichtungsprobleme und Qualitätsmängel.

