Standardübersicht
FEA 215 ist ein Industriestandard, herausgegeben von der Europäischen Aerosolföderation (FEA), Definition der kritischen Abmessungen und Toleranzen von 20 mm Öffnungen an monoblockförmigen Aluminium-Aerosolbehältern.
Im Gegensatz zu EN- oder ISO-Normen spiegelt FEA 215 Folgendes wider: harmonisierte Branchenpraxis, mit dem Ziel, eine zuverlässige Abdichtung bei Verwendung mit Ventilen zu gewährleisten, die gemäß hergestellt wurden EN 14849 (Glasventilhülsen).
1. Warum ein 20-mm-Öffnungsstandard?

Das 20-mm-Öffnungssystem findet breite Anwendung für:
- Kosmetik- und Körperpflege-Aerosole
- Pharmazeutische oder medizinische Sprays
- Kompakte Aluminium-Monobloc-Container
FEA 215 zielt auf die Standardisierung ab ein bevorzugtes Schulterprofil—meist ogival— um die Variabilität des Dichtungsverhaltens zwischen den Lieferanten zu verringern.
2. Geltungsbereich und Anwendung

Diese Norm gilt für:
- Monoblock-Aluminium-Aerosolbehälter
- Nennöffnungsdurchmesser von 20 mm
- Vorgeformte Wulstprofile mit nach außen gerichteter Krümmung
3. Erläuterung der kritischen Dimensionen
Anstatt komplexe Radien vorzugeben, definiert FEA 215 einen kompakten Satz funktionaler Abmessungen, die sich direkt auf das Verpressen des Ventils und die Kompression der Dichtung auswirken.

Abmessungen
| Dimension | Anforderung (mm) | Funktionale Bedeutung |
|---|---|---|
| A – Öffnungsdurchmesser | 20,0 +0 / −0,2 | Ventileinbau und Zentrierung |
| B – Breite des oberen Profils | 15,0 ± 0,5 | Ventilhülsenhalterung |
| C – Perlenhöhe | 4,0 ± 0,3 | Clinch-Verformungskontrolle |
| D – Schulterhöhe | ≥ 8,0 | Spiel für Ventilkomponenten |
4. Verhältnis zu anderen Standards
FEA 215 fügt sich wie folgt in das breitere Ökosystem der Aerosolnormen ein:
- EN 14849 – definiert Ventilhülsen, die mit 20-mm-Systemen kompatibel sind
- EN 15006 / EN 15010 – Gilt für 25,4 mm Aluminiumsysteme, nicht austauschbar
Die 20-mm- und 25,4-mm-Systeme sind nicht direkt austauschbar und erfordern spezielle Ventile und Einpresswerkzeuge.
5. Praktische Anwendungsszenarien

Behälterherstellung
FEA 215 liefert stabile Maßvorgaben für das Umformen, Einziehen und die Wulstbildung bei Aluminium-Monobloc-Dosen.
Ventilverpressung
Die Einhaltung von FEA 215 gewährleistet eine vorhersehbare Verformung der Crimpverbindung bei Verwendung mit Ventilhülsen, die der Norm EN 14849 entsprechen.
Beschaffung und Lieferantenabstimmung
Die Angabe von FEA 215 in den Kaufunterlagen verringert das Risiko inkompatibler Behälter-Ventil-Kombinationen.
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Dieses Dokument enthält FEA 215, Die Norm definiert standardisierte Abmessungen und Toleranzen für 20-mm-Öffnungen in Aluminium-Aerosolbehältern mit Monoblock-Verschluss. Sie gewährleistet einheitliche Schulterprofile, sichere Ventilabdichtung und zuverlässige Verpressleistung in der Fertigung und Qualitätskontrolle.
Häufig gestellte Fragen – Technik & Einkauf
FEA 215 ist zwar keine gesetzliche Vorgabe, gilt aber in der Branche weithin als bewährte Methode für 20-mm-Aluminium-Aerosolbehälter. In vielen Lieferketten wird es als De-facto-Standard für Dichtheit und Austauschbarkeit angesehen.
Nein. Die 20-mm- und 25,4-mm-Systeme unterscheiden sich grundlegend in Geometrie, Hülsendesign und Verpressverhalten. Der Versuch, diese Systeme zu kombinieren, führt fast immer zu Dichtungsproblemen oder mechanischen Störungen.
Durch die Begrenzung des Schulterprofils werden Schwankungen bei der Crimpverformung und der Dichtungskompression reduziert. Dies vereinfacht die Werkzeugkonstruktion und verbessert die Konsistenz bei verschiedenen Behälter- und Ventilherstellern.
Nein. FEA 215 konzentriert sich ausschließlich auf die Öffnungsgeometrie und die Maßkompatibilität. Die Druckbeständigkeit wird durch die Wandstärke des Behälters, die Materialeigenschaften und die geltenden Sicherheitsstandards bestimmt.
Nein, aber für größere Durchmesser oder höhere ästhetische Anforderungen empfiehlt sich eine maschinell gefertigte Bördelung. Sie verbessert die Maßgenauigkeit und reduziert die Variabilität beim Verpressen des Ventils.
Ja, flache Schultern sind zulässig, in der Praxis werden jedoch am häufigsten ogivale Schultern verwendet. Ogivale Profile sorgen für eine gleichmäßigere Spannungsverteilung und ein besser vorhersagbares Dichtungsverhalten.
Ja, insbesondere bei kosmetischen und pharmazeutischen Aerosolprodukten. Die explizite Bezugnahme auf FEA 215 trägt dazu bei, inkompatible Behälter-Ventil-Kombinationen bei der Beschaffung von Produkten mehrerer Lieferanten zu vermeiden.

