Standardübersicht
FEA 651 ist eine von der Branche herausgegebene Testmethode. Europäischer Aerosolverband (FEA) zur Bewertung der Integrität und Kontinuität der inneren Schutzbeschichtungen Anwendung auf Aerosolbehälter aus Metall und Ventilbefestigungsbecher.
Innenbeschichtungen sind unerlässlich, um das Metallsubstrat vor Korrosion und unerwünschten chemischen Reaktionen mit der Formulierung zu schützen. FEA 651 bietet zwei sich ergänzende Bewertungsmethoden:
- A Test der chemischen Wechselwirkung um Beschichtungsunterbrechungen visuell sichtbar zu machen
- Ein elektrische Leitfähigkeitsprüfung um die freiliegenden Metallflächen zu quantifizieren
Geltungsbereich und Anwendbarkeit
FEA 651 gilt für:
- Aerosolbehälter aus Stahl und Weißblech
- Aluminium-Aerosolbehälter
- Ventilbefestigungsbecher
Mit geeigneten Anpassungen kann die chemische Methode auch zur Bewertung von Außenbeschichtungen von Behältern eingesetzt werden.
Methode 1 – Test der chemischen Wechselwirkung
Prinzip des Tests
Dieses Verfahren beruht auf einer kontrollierten chemischen Reaktion zwischen einem kupferbasierten Reagenz und einem beliebigen Stoff. freiliegende Metalloberfläche.
Bei Stellen mit unterbrochener innerer Beschichtung reagiert das Reagenz mit dem Metallsubstrat und erzeugt rötlich-braune Kupferablagerungen die mit bloßem Auge sichtbar sind.
Testlösung (typische Zusammensetzung)
| Komponente | Typischer Gehalt (% w/w) | Funktion |
|---|---|---|
| Kupfersulfat (CuSO₄·5H₂O) | 20.0 | Indikator für freiliegendes Metall |
| Konzentrierte Salzsäure (≈35%) | 9.0 | Reaktionsaktivierung |
| Demineralisiertes Wasser | Gleichgewicht | Lösungsmittel |

Verfahrensübersicht
- Füllen Sie den leeren Behälter mit der Testlösung.
- Bei Raumtemperatur etwa 2 Minuten stehen lassen.
- Sofort entleeren und gründlich mit demineralisiertem Wasser ausspülen.
- Öffnen Sie den Behälter und untersuchen Sie die Innenflächen.
Beschichtungsunterbrechungen erscheinen als rötlich-braune Flecken auf oder unter dem Lack.
Berichterstattung
Die Ergebnisse werden als ... berichtet. vergleichende, subjektive Beurteilung, idealerweise im Vergleich zu einer bekannten Kontrollprobe.
Es ist normal, dass handelsübliche Behälter eine geringe Anzahl von Unvollkommenheiten aufweisen, ohne dass dies im praktischen Einsatz zu Problemen führt.
Methode 2 – Prüfung der elektrischen Leitfähigkeit
Prinzip des Tests
Dieses Verfahren erkennt freiliegendes Metall durch Messung der elektrischer Strom fließt durch einen Elektrolyten in Kontakt mit dem Inneren des Behälters.
Die Stromstärke ist proportional zur Fläche des unbeschichteten Metalls, die dem Elektrolyten ausgesetzt ist.
Elektrolytlösungen
| Substrat | Typische Elektrolytzusammensetzung |
|---|---|
| Aluminium | 1,01 TP5T NaCl in demineralisiertem Wasser |
| Stahl / Weißblech | 0,7% Kaliumferrocyanid + 0,54% NaCl |
Messverfahren (quantitativ)
- Füllen Sie den Behälter mit Elektrolyt bis 1 mm unterhalb der Krümmung.
- Sorgen Sie für die vollständige Benetzung der Innenflächen.
- Legen Sie für eine festgelegte Zeit (typischerweise 4 Sekunden) eine Gleichspannung von 6,3 V an.
- Stromfluss in mA messen und aufzeichnen

Eine regelmäßige Kalibrierung des Schmelzbewertungsgeräts (mindestens wöchentlich) ist für reproduzierbare Ergebnisse unerlässlich.
Porenlokalisierungsverfahren (nur Stahl / Weißblech)
Durch die Verlängerung der Testdauer auf etwa 20–30 Sekunden können einzelne Beschichtungsporen sichtbar gemacht werden als blaue Flecken auf der Innenfläche.

Beispiele für Testgeräte
Technische Interpretation
FEA 651 sollte als eine Instrument zur Qualitätskontrolle und vergleichenden Bewertung.
Höhere Stromwerte oder eine erhöhte Porenzahl deuten auf eine verminderte Kontinuität der Beschichtung hin, akzeptable Grenzen müssen jedoch anhand des Produktrisikos, der Aggressivität der Formulierung und der Erfahrung definiert werden.
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FEA 651 Diese Norm beschreibt Verfahren zur Beurteilung der Integrität und Abdeckung von Innenbeschichtungen in Aerosolbehältern aus Metall und Ventilsitzringen. Sie erläutert chemische Wechselwirkungs- und elektrische Leitfähigkeitsprüfungen zum Nachweis von Beschichtungsdefekten, freiliegenden Metallbereichen und Poren, die zu Korrosion führen können.
Häufig gestellte Fragen – Entwicklung, Qualitätssicherung & Beschaffung
Nein. Es bewertet lediglich die Beschichtungsabdeckung zum Zeitpunkt der Prüfung. Für die Langzeitverträglichkeit sind separate Formulierungsstudien erforderlich.
Nein. Viele Hersteller verlassen sich bei der routinemäßigen Kontrolle hauptsächlich auf die elektrische Methode. Chemische Tests werden häufig für Untersuchungen eingesetzt.
Ja, aber es sind unterschiedliche Elektrolyte und Interpretationsansätze erforderlich. Stahl ermöglicht die Visualisierung der Poren; Aluminium im Allgemeinen nicht.
Ja. Kleinere Unvollkommenheiten sind normal und führen nicht zwangsläufig zu Produktfehlern. Die Akzeptanz hängt von der Empfindlichkeit gegenüber der Rezeptur ab.
Ja. Behälter und Ventile, die gemäß FEA 651 geprüft wurden, können nicht wiederverwendet werden.