Einführung
ISO 90-3:2001, mit dem Titel “Leichtmetallbehälter – Definitionen und Bestimmung von Abmessungen und Füllmengen – Teil 3: Aerosoldosen”, ist ein unverzichtbarer globaler Standard für Hersteller, Ingenieure und Beschaffungsteams, die mit Aerosolen befasst sind. Verpackung. Der Schwerpunkt liegt auf Terminologie, Dimensionsmessungen, Kapazitätsdefinitionen und Toleranzen speziell für Aerosolbehälter aus Metall mit Wandstärken von maximal 0,49 mm.
1. Geltungsbereich
Dieser Teil der ISO 90 definiert wichtige physikalische Eigenschaften von Aerosoldosen – wie Durchmesser, Öffnung, Höhe und Form –, die in der industriellen Verpackung verwendet werden. Er enthält detaillierte Anweisungen zur Berechnung des Füllvolumens und des Bruttovolumens und empfiehlt ein internationales Kennzeichnungssystem für einheitliche Standards entlang der Lieferkette.
2. Begriffe und Definitionen
2.1 Aerosoldose
Ein starrer, abgedichteter Metallbehälter (≤0,49 mm dick), der zur Abgabe von unter Druck stehendem Inhalt über ein Ventilsystem ausgelegt ist.
2.2 Höhen
- Körpergröße – Vertikale Abmessung ohne obere Kuppel.
- Gesamthöhe – Gesamthöhe einschließlich Kuppel und Flansch.
2.3 Blende

Eine kreisförmige Öffnung zur Aufnahme des Ventils und zur Abdichtung innerhalb einer Ventilkappe.
2.4 Bauarten
- Dreiteilige DosenKorpus, Oberteil und Unterteil sind zusammengebaut.
- Zweiteilige DosenEntweder ein extrudierter Körper mit Oberseite oder ein gezogener, wandgebügelter Körper mit Unterseite und Schulter.
- Monoblock-Dosen: Einteilig mit verschiedenen Schulterformen (z. B. ogival, kugelförmig, flach).
2.5 Formen
- Geradseitig: Gleichbleibender Durchmesser im gesamten Körper.
- Eingeschnürt: Der Körper ist an einem oder beiden Enden reduziert.

2.6 Kapazitäten
- Bruttokapazität (C1)Gesamtfassungsvermögen eines Kanisters, ausgestattet mit Ventil, Ventilkappe und Tauchrohr.
- Volles Fassungsvermögen (C2)Maximale Füllmenge ohne Verschluss.
3. Bestimmung der Abmessungen
3,1 Durchmesser
- Innenmaße wurden mit einer Messlehre ermittelt.
- Äußere Messung mit dem Messschieber.
3,2 Höhe
Gemessen mit einem Nonius oder einem digitalen Höhenmesser. Auf den nächsten ganzen Millimeter runden.
3.3 Nominalwerte
Die Werte müssen gemäß der Regel gerundet werden: wenn .0,5 oder mehr, aufrunden; andernfalls abrunden.

4. Ermittlung der Kapazitäten
4.1 Allgemeines Verfahren
Das Fassungsvermögen wird durch Wiegen der gefüllten Dosen ermittelt. Korrekturfaktoren werden je nach Wassertemperatur angewendet.
4.1.1 Temperaturkorrekturtabelle
| Wassertemperatur °C |
Korrekturfaktor F |
|---|---|
| 12 | 1.0005 |
| 14 | 1.0008 |
| 16 | 1.0011 |
| 18 | 1.0014 |
| 20 | 1.0018 |
| 22 | 1.0022 |
| 24 | 1.0027 |
| 26 | 1.0033 |
| 28 | 1.0038 |
| 30 | 1.0044 |
4.2 Test auf maximale Füllmenge
- Wiegen Sie die leere Dose mit Scheibe (m₀)
- Mit Wasser füllen, Blasen vermeiden.
- Gewicht der gefüllten Dose (m₁)
- Berechnen Sie: (m₁ – m₀) × Korrekturfaktor = C2 (ml)
5. Toleranzen bei den Kapazitäten
Tabelle: Toleranz nach Volumen
| Fassungsvermögen (ml) | Zulässige Toleranz |
|---|---|
| ≤ 100 | ±4 ml |
| 101–200 | ±6 ml |
| 201–300 | ±8 ml |
| 301–400 | ±10 ml |
| > 400 | ±2,5% |
6. Bezeichnungssystem
Jede Aerosoldose sollte international anhand von drei Kennzahlen identifiziert werden:
- Volles Fassungsvermögen (C2)
- Nenndurchmesser (D)
- Gesamthöhe (H)
Beispiel: Eine zylindrische Dose mit einem randvollen Fassungsvermögen von 250 ml, einem Durchmesser von 52 mm und einer Höhe von 134 mm: C2 250 - D52 - H134
7. Anhang A – Abmessungen des Dosenverschlusses mit Einzug

Anwendungen in der Praxis
- Für die Fertigung
Gewährleistet präzise Fertigungstoleranzen und Komponentenkompatibilität.
- Für Abfüllung & Automatisierung
Toleranzen bei Kapazität und Durchmesser verringern das Risiko von Unterfüllung/Überlauf bei Hochgeschwindigkeitsabfüllvorgängen.
- Für die Beschaffung
Standardbezeichnungen vereinfachen die internationale Beschaffung und die Qualitätskontrollvorgaben.
Laden Sie die Standard-PDF-Datei herunter
Dieses Dokument enthält den offiziellen Text von ISO 90-3, Diese Norm definiert Begriffe, Maßvorgaben und Methoden zur Bestimmung von Abmessungen und Füllmengen von Aerosoldosen aus dünnwandigem Metall. Sie dient der standardisierten Behälterkonstruktion, der Maßprüfung und der Kapazitätsbewertung für Fertigung, Qualitätssicherung und als technische Referenz.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
ISO 90-3 ist zwar nicht rechtsverbindlich, aber die weltweit anerkannte Norm zur Definition von Abmessungen und Füllmengen von Aerosoldosen. Die meisten EN- und FEA-Normen basieren auf der Terminologie und Messlogik von ISO 90-3, wodurch deren Anwendung in der Praxis praktisch unvermeidbar ist.
ISO 90-3 schafft eine gemeinsame Sprache für Kapazität, Durchmesser und Höhe bei internationalen Lieferanten. Dies reduziert Spezifikationsunklarheiten und Beschaffungsrisiken bei der Beschaffung in mehreren Regionen erheblich.
Ja. ISO 90-3 gilt für alle Aerosoldosen aus dünnwandigem Metall, einschließlich Aluminium-Monobloc-Behälter. Materialspezifisches Verhalten wird später in EN- oder FEA-Normen behandelt, die auf dieser Grundlage aufbauen.
ISO 90-3 definiert, wie Abmessungen und Kapazitäten gemessen und bezeichnet werden. FEA-Normen präzisieren diese Definitionen für spezifische Systeme, wie z. B. 20 mm oder 25,4 mm Öffnungen und Werkzeugschnittstellen.
ISO 90-3 erkennt gängige Schulterformen wie ogival und sphärisch an. Funktionale Dichtung und Einpressverhalten werden jedoch später durch EN- oder FEA-Normen geregelt.
Ja. Die Wasserdichte variiert mit der Temperatur und beeinflusst somit direkt das gemessene Volumen. Werden Korrekturfaktoren nicht berücksichtigt, kann dies insbesondere bei größeren Behältern zu systematischen Füllfehlern führen.
Kundenspezifische Ausführungen sind möglich, die Definitionen der ISO 90-3 sollten jedoch weiterhin als Referenzrahmen dienen. Dies gewährleistet die Kompatibilität mit Abfüllanlagen, Prüfmethoden und nachgelagerten Normen.
Zu den Standardwerkzeugen gehören Messschieber (digital oder Nonius), Lehrdorne und geeichte Waagen. Der Schwerpunkt liegt auf wiederholbaren Messungen und nicht auf spezialisierten oder zerstörenden Prüfverfahren.
Bei geringen Mengen stellen kleine absolute Abweichungen große prozentuale Fehler dar. Dies hat größere Auswirkungen auf die Abfüllgenauigkeit, die Produktleistung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften.
Ja. ISO 90-3 bildet die technische Grundlage für die EN-Normen für Aerosolbehälter. Die Verwendung von ISO 90-3 gewährleistet die Übereinstimmung zwischen globalen ISO-Referenzen und regionalen EN-Anforderungen.

