Standardübersicht
FEA 216 ist ein Industriestandard, der von der Europäischer Aerosolverband (FEA), die die Geometrie der Lagerflächen von Spannbacken (Spannzangen) wurde zum Aufpressen von Aerosolventilen auf Metallbehälter verwendet.
Im Gegensatz zu Behälter- oder Ventilnormen konzentriert sich FEA 216 ausschließlich auf die Werkzeugschnittstelle— der Teil des Systems, der die Abdichtung physisch herstellt.
1. Geltungsbereich und Anwendung
FEA 216 gilt für Klemmbacken, die für Folgendes verwendet werden:
- Ventilkappen gemäß EN 14848
- 25,4 mm Aerosolbehälter gemäß EN 14847 (Weißblech)
- 25,4 mm Aluminiumbehälter gemäß EN 15006
Der Standard definiert:
- Backengeometrie in geschlossener und erweiterter Position
- Kritische Radien und Abstände
- Zulässige Verschleißgrenzen
2. Geometrie der Klemmbacken – Technische Bedeutung
- A: Minimaler Abstand zwischen dem Backenfinger und der Innenwand der Ventilkappe während der Bewegung. Dies ist entscheidend, um Metall-auf-Metall-Kontakt zu vermeiden.
- α: Der Auslösewinkel der Backe verhindert den Kontakt zwischen der untersten Fläche des Werkzeugs und der Ventilkappe.
- d2: Der maximal zulässige Durchmesser der Backen während der Bewegung des Werkzeugs in und aus der Ventilkappe.
- d3: Durchmesser über die Backen in der gespreizten Position.
- Di: ist der Innendurchmesser der Ventilkappe.
- r1: Backenfingerradius. Der Minimalwert stellt die Grenze während der Produktion dar, der Maximalwert die Grenze nach Werkzeugverschleiß.
- r2: Schaftradius der Spannzange, wichtig für die Haltbarkeit und Leistung des Werkzeugs.
- S: ist die Materialstärke der Becherplatte
Zu “d2”: Der Wert für den Parameter “d2” sollte so gewählt werden, dass er mit dem Parameter “a” kompatibel ist. d2 = Di – 2a
Freigabewinkel “α”
Der Auslösewinkel verhindert einen unbeabsichtigten Kontakt zwischen den unteren Backenflächen und dem Ventilteller beim Zubeißen. Sowohl flache als auch konische Backenböden sind zulässig.
Kieferfingerradius “r1”
Der Radius des Unterkieferfingers ist einer der wichtigsten Parameter:
- Mindestwert: untere Fertigungsgrenze
- Maximalwert: Verschleißgrenze während des Gebrauchs
3. Maßanforderungen
| Parameter | Angegebener Bereich | Funktionale Auswirkungen |
|---|---|---|
| Materialdicke (s) | 0,25 – 0,6 mm | Dicke der Ventiltellerplatte |
| Freigabe (a) | 0,2 – 0,3 mm | Vermeidet Metallkontakt |
| Kieferfingerradius (r1) | 0,5 – 1,2 ±0,02 mm | Steuert die Verformung der Klemme |
| Wellenradius (r2) | 1,2 ± 0,7 mm | Strukturelle Stabilität |
| Kantenradius (c) | ≤ 0,5 mm | Verhindert das Durchstechen der Ventilkappe |
| Auslösewinkel (α) | ± 15° | Sicherheit bei Kieferauslösung |
4. Werkzeugverschleiß und Prozessstabilität
FEA 216 berücksichtigt explizit Verschleiß der Backen während der Lebensdauer. Die zulässige Erhöhung des Backenfingerradius ist im Toleranzsystem berücksichtigt.
Das Ignorieren von Kieferverschleiß führt oft zu Folgendem:
- Allmählicher Verlust der Dichtungsleistung
- Inkonsistente Kontakthöhenmessungen
- Verzögerte Leckage während der Lagerung
5. Praktische Anwendungsszenarien
Abfüllanlagenbetrieb
FEA 216-konforme Spannbacken gewährleisten eine vorhersagbare Klemmgeometrie bei der Hochgeschwindigkeitsproduktion.
Wartung und Werkzeugmanagement
Die Norm gibt den Wartungsteams objektive Kriterien an die Hand, um zu entscheiden, wann die Backen ausgetauscht werden müssen.
Lieferanten- und Gerätequalifizierung
Die Berücksichtigung von FEA 216 bei der Gerätebeschaffung sorgt für eine einheitliche Werkzeugleistung über mehrere Abfüllanlagen hinweg.
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Dieses Dokument enthält FEA 216, Die Norm legt die Abmessungen der Auflageflächen von Pressbacken für das Verpressen von Ventilen an Aerosolbehältern aus Metall fest. Sie gewährleistet die korrekte Werkzeuggeometrie, kontrollierten Verschleiß und eine zuverlässige Pressqualität in Produktions- und Qualitätssicherungsprozessen.
Häufig gestellte Fragen – Entwicklung & Qualitätssicherung
FEA 216 ist zwar nicht gesetzlich vorgeschrieben, stellt aber eine bewährte und weithin anerkannte Branchenpraxis dar. In vielen Abfüllanlagen dient es als Referenzstandard bei der Diagnose von instabilen Verklemmungen oder unerklärlichen Leckageproblemen.
Nein. FEA 216 gilt speziell für 25,4-mm-Ventilsysteme. 20-mm-Systeme verwenden eine andere Klemmringgeometrie und andere Werkzeugkonzepte und werden durch separate FEA-Normen abgedeckt.
Der Verschleiß der Dichtungsbacken verändert unmittelbar den effektiven Radius der Backenfinger und die Kontaktgeometrie. Mit zunehmendem Verschleiß verschlechtert sich die Dichtungsdruckverteilung, was häufig zu verzögerten Leckagen führt, selbst wenn die Nenneinstellungen unverändert erscheinen.
Ja, es können unterschiedlich viele Backensegmente verwendet werden. Die in FEA 216 definierten Geometrie- und Maßgrenzen der Lagerfläche müssen jedoch weiterhin eingehalten werden, um eine gleichmäßige Verformung zu gewährleisten.
Ventilkegel werden üblicherweise durch scharfe Kanten, übermäßigen Verschleiß oder Radien, die die zulässigen Grenzwerte überschreiten, verursacht. Falsches Spiel oder beschädigte Backenflächen konzentrieren die Spannung auf das Kegelmaterial.
Ja. Die Geometrie bestimmt, wie die einwirkende Kraft um die Ventilkegel und die Dichtung verteilt wird. Eine Erhöhung der Kraft allein kann eine fehlerhafte Backengeometrie nicht ausgleichen und verschlimmert Dichtungsprobleme oft sogar.
Die Inspektionshäufigkeit hängt vom Produktionsvolumen, der Materialhärte und der Betriebsgeschwindigkeit ab. Bei Hochgeschwindigkeitsanlagen ist die regelmäßige Überwachung der Backenradien unerlässlich, um einen allmählichen Verlust der Dichtungsleistung zu verhindern.
Ja. Selbst vollständig normgerechte Dosen und Ventile können versagen, wenn die Pressbacken fehlerhaft konstruiert oder verschlissen sind. Die Geometrie des Werkzeugs ist der entscheidende Faktor für eine zuverlässige Abdichtung.

