FEA 623: Mechanische Beständigkeit gefüllter Aerosolpackungen

FEA 623 Hydraulikprüfkomponenten einschließlich Schraubverbindungen, Dichtungen und unten montierten Pumpenanschlüssen an Aerosoldosen mit beobachteter Ventilleckage.

Standardübersicht

FEA 623 ist ein Industriestandard, der von der Europäischer Aerosolverband (FEA) das definiert ein vereinfachte hydraulische Prüfmethode um die mechanische Widerstandsfähigkeit von gefüllte Aerosolpackungen mit Ventil.

Im Gegensatz zu FEA 621, das leere Behälter bewertet, beurteilt FEA 623 die komplettes Aerosolsystem:

  • Behälter (Metall oder Kunststoff)
  • Ventil und Tauchrohr
  • Clinch- oder Crimp-Schnittstelle
Wichtigste Erkenntnis: FEA 623 bewertet die mechanische Integrität einer versiegelten, funktionsfähigen Aerosolpackung.

Geltungsbereich und Anwendbarkeit

Die Methode ist anwendbar auf:

  • Aerosolbehälter aus Metall (Weißblech oder Aluminium)
  • Aerosolbehälter aus Kunststoff
  • Behälter, die durch Verpressen oder äußeres Verpressen mit einem Ventil versehen wurden

Der Test ist in erster Linie für Folgendes gedacht:

  • Produktentwicklung
  • Designvalidierung
  • Vergleichende Systembewertung
Wichtig: Dies ist eine Entwicklungs- und Bewertungsmethode und kein regulatorischer Ersatz für Wasserbadtests.

Sicherheitswarnung

Der Test kann folgendes Ergebnis liefern:

  • Plötzliches Platzen der Aerosolpackung
  • Auswerfen der Ventilbaugruppe

Angemessene Abschirmung und Schutz des Bedienpersonals sind zwingend erforderlich.

Sicherheitsregel: FEA 623-Tests dürfen niemals ohne Schutzschirm durchgeführt werden.

Prüfgeräte

Schematische Darstellung des hydraulischen Drucktests FEA 623, der einen gefüllten Aerosolbehälter zeigt, der an ein Pumpensystem mit Manometer und Bodeneinspritzung von Wasser angeschlossen ist.
Schematische Darstellung des FEA-623-Prüfverfahrens, das die hydraulische Druckbeaufschlagung einer gefüllten Aerosolpackung über einen Bodenanschluss und ein Druckmesssystem zeigt.

Für den Testaufbau sind folgende Anforderungen erforderlich:

  • Hydraulikpumpe
  • Manometer mit Maximalzeiger
  • Minimale Skalierungsauflösung von 1 Bar

Testvorbereitung

Die Testsequenz ist wie folgt:

  1. Am Boden des Behälters ist ein Pumpenanschluss montiert.
  2. Ein Aerosolventil mit Steigrohr wird auf den Behälter geklemmt oder gecrimpt.
  3. Der Behälter ist vollständig mit Wasser gefüllt. 20 ± 5 °C
  4. Der Behälter ist mit der Hydraulikpumpe verbunden.

Die gesamte eingeschlossene Luft muss durch Anlegen eines geringen Drucks (ungefähr) entfernt werden. 1 Bar) und das Ventil bei umgedrehtem Behälter zu betätigen.

Technischer Einblick: Restluft erhöht die gespeicherte Energie drastisch und verfälscht die Ergebnisse.

Pumpenanschlusskonfigurationen

Schraubverbindungskomponenten für den Bodenanschluss von Aerosolbehältern, einschließlich Gewindeanschluss, Dichtung und Sicherungsmutter
Bestandteile einer Schraubverschraubung zur Verbindung der Hydraulikpumpe mit dem gebohrten Behälterboden, einschließlich Verbinder, Dichtung und Sicherungsmutter
Montierte Schraubverschraubung auf dem Boden eines Aerosolbehälters, Innen- und Außenansicht mit zusammengedrückter Dichtung.
Zusammengebauter Bodenanschluss mit Dichtungskompression und Dichtungsfläche am Aerosolbehälter

Es sind zwei Pumpenanschlussarten zulässig:

  • Gebohrter Boden mit Reifenventil (interne Bauteile entfernt)
  • Gebohrter Boden mit Schraubanschluss und Dichtung

Der Lochdurchmesser:

Darf nicht überschreiten 9 mm in jedem Fall

Darf nicht überschreiten 20% des Behälterdurchmessers

Wichtige Einschränkung: Das Bohrloch schwächt den Behälter und muss daher so klein wie möglich gehalten werden.

Testverfahren

Nach der Vorbereitung:

Die Druckbeaufschlagung wird so lange fortgesetzt, bis es zu einem Leck oder Bersten kommt.

Der Container wird hydraulisch unter Druck gesetzt.

Die Druckanstiegsrate darf nicht überschreiten 1 bar pro Sekunde

Regel: Eine kontrollierte Druckbeaufschlagung ist für einen aussagekräftigen Vergleich des mechanischen Widerstands unerlässlich.

Beobachtete Ausfallarten

Während der Prüfung können Verformungen oder Ausfälle an folgenden Stellen auftreten:

  • Ventilteller oder Ventilkegel
  • Containerschulter oder -kegel
  • Zylindrischer Körper
  • Behälterboden
  • Ventil-Behälter-Verbindung
Hydraulische Druckprüfung eines gefüllten Aerosolbehälters, bei der die Leckage des unteren Pumpenanschlusses und des Ventils während der Druckbeaufschlagung sichtbar wird
Hydraulische Druckbeaufschlagung eines gefüllten Aerosolbehälters, die den unteren Pumpenanschluss (links) und die Leckage am Ventil unter steigendem Innendruck (rechts) zeigt.
Vergleich des Bodens eines Aerosolbehälters vor und nach dem FEA-623-Drucktest: intakter Boden mit Pumpenanschluss und gebrochener Boden mit radialem Riss und Verformung.
Vergleich des Containerbodens vor und nach der FEA 623-Prüfung, der die intakte Bodenverbindung (links) und den Bodenbruch mit radialem Riss unter Innendruck (rechts) zeigt.

Berichtspflichten

Der Prüfbericht muss Folgendes enthalten:

  • Details zu Behälter, Ventil und Klemm-/Bördelverfahren
  • Stichprobengröße
  • Druck, bei dem eine Verformung auftritt, nach Komponente
  • Leckageorte
  • Druck beim Bersten oder Abblasen des Ventils

Technische Bedeutung

FEA 623 bietet eine schnelle, vergleichende Methode für:

  • Bewertung der Robustheit des Behälter-Ventil-Systems
  • Vergleichen Sie alternative Materialien oder Designs
  • Schwachstellen in montierten Aerosolpackungen identifizieren

Es ist besonders wertvoll während:

  • Neuentwicklung von Produkten
  • Ventil- oder Behälterumgestaltung
  • Lieferantenqualifizierung
Systemeinblick: FEA 623 schließt die Lücke zwischen der Prüfung leerer Behälter (FEA 621) und den regulatorischen Prüfungen befüllter Verpackungen (FEA 606).

Verhältnis zu anderen Normen

  • FEA 621 – Druckbeständigkeit leerer Behälter
  • FEA 606 – Wasserbadprüfung von gefüllten Aerosolpackungen
  • ADR / RID – Transportvorschriften
Laden Sie die Standard-PDF-Datei herunter

FEA 623 Diese Norm beschreibt ein vereinfachtes hydraulisches Prüfverfahren zur Bestimmung der mechanischen Festigkeit von gefüllten Aerosolbehältern aus Metall und Kunststoff mit Ventilen. Sie definiert Druckbeaufschlagungsverfahren zur Erkennung von Verformungen, Leckagen oder Bersten und unterstützt so die Beurteilung der Behälterfestigkeit während der Produktentwicklung und Sicherheitsprüfung.

Häufig gestellte Fragen – Entwicklung & Konstruktion

Nein. Es handelt sich um eine Entwicklungs- und Bewertungsmethode, die zur Unterstützung von Designentscheidungen und nicht zur behördlichen Genehmigung dient.

Wasser beseitigt die Variabilität im Formulierungsverhalten und verbessert die Testsicherheit deutlich.

Nein. FEA 623 ergänzt, ersetzt aber nicht die behördlichen Wasserbadtests.

Es ermöglicht eine kontrollierte hydraulische Druckbeaufschlagung, die jedoch minimiert werden muss, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Durch das Bohrloch verändert sich die Festigkeit des Behälters, daher müssen die absoluten Druckwerte vergleichend interpretiert werden.

CEO Pony
Pony Ma | CEO

Mit 25 Jahre Mit unserer Erfahrung in der Metallverpackungsbranche und im internationalen Geschäft sind wir bestrebt, Folgendes anzubieten: nachhaltige Verpackungslösungen durch innovative Aluminiumtechnologien. Und ich teile regelmäßig Erkenntnisse über Materialinnovationen und globale Beschaffungsstrategien, um Marken dabei zu helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

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