Standardübersicht
FEA 623 ist ein Industriestandard, der von der Europäischer Aerosolverband (FEA) das definiert ein vereinfachte hydraulische Prüfmethode um die mechanische Widerstandsfähigkeit von gefüllte Aerosolpackungen mit Ventil.
Im Gegensatz zu FEA 621, das leere Behälter bewertet, beurteilt FEA 623 die komplettes Aerosolsystem:
- Behälter (Metall oder Kunststoff)
- Ventil und Tauchrohr
- Clinch- oder Crimp-Schnittstelle
Geltungsbereich und Anwendbarkeit
Die Methode ist anwendbar auf:
- Aerosolbehälter aus Metall (Weißblech oder Aluminium)
- Aerosolbehälter aus Kunststoff
- Behälter, die durch Verpressen oder äußeres Verpressen mit einem Ventil versehen wurden
Der Test ist in erster Linie für Folgendes gedacht:
- Produktentwicklung
- Designvalidierung
- Vergleichende Systembewertung
Sicherheitswarnung
Der Test kann folgendes Ergebnis liefern:
- Plötzliches Platzen der Aerosolpackung
- Auswerfen der Ventilbaugruppe
Angemessene Abschirmung und Schutz des Bedienpersonals sind zwingend erforderlich.
Prüfgeräte

Für den Testaufbau sind folgende Anforderungen erforderlich:
- Hydraulikpumpe
- Manometer mit Maximalzeiger
- Minimale Skalierungsauflösung von 1 Bar
Testvorbereitung
Die Testsequenz ist wie folgt:
- Am Boden des Behälters ist ein Pumpenanschluss montiert.
- Ein Aerosolventil mit Steigrohr wird auf den Behälter geklemmt oder gecrimpt.
- Der Behälter ist vollständig mit Wasser gefüllt. 20 ± 5 °C
- Der Behälter ist mit der Hydraulikpumpe verbunden.
Die gesamte eingeschlossene Luft muss durch Anlegen eines geringen Drucks (ungefähr) entfernt werden. 1 Bar) und das Ventil bei umgedrehtem Behälter zu betätigen.
Pumpenanschlusskonfigurationen


Es sind zwei Pumpenanschlussarten zulässig:
- Gebohrter Boden mit Reifenventil (interne Bauteile entfernt)
- Gebohrter Boden mit Schraubanschluss und Dichtung
Der Lochdurchmesser:
Darf nicht überschreiten 9 mm in jedem Fall
Darf nicht überschreiten 20% des Behälterdurchmessers
Testverfahren
Nach der Vorbereitung:
Die Druckbeaufschlagung wird so lange fortgesetzt, bis es zu einem Leck oder Bersten kommt.
Der Container wird hydraulisch unter Druck gesetzt.
Die Druckanstiegsrate darf nicht überschreiten 1 bar pro Sekunde
Beobachtete Ausfallarten
Während der Prüfung können Verformungen oder Ausfälle an folgenden Stellen auftreten:
- Ventilteller oder Ventilkegel
- Containerschulter oder -kegel
- Zylindrischer Körper
- Behälterboden
- Ventil-Behälter-Verbindung


Berichtspflichten
Der Prüfbericht muss Folgendes enthalten:
- Details zu Behälter, Ventil und Klemm-/Bördelverfahren
- Stichprobengröße
- Druck, bei dem eine Verformung auftritt, nach Komponente
- Leckageorte
- Druck beim Bersten oder Abblasen des Ventils
Technische Bedeutung
FEA 623 bietet eine schnelle, vergleichende Methode für:
- Bewertung der Robustheit des Behälter-Ventil-Systems
- Vergleichen Sie alternative Materialien oder Designs
- Schwachstellen in montierten Aerosolpackungen identifizieren
Es ist besonders wertvoll während:
- Neuentwicklung von Produkten
- Ventil- oder Behälterumgestaltung
- Lieferantenqualifizierung
Verhältnis zu anderen Normen
- FEA 621 – Druckbeständigkeit leerer Behälter
- FEA 606 – Wasserbadprüfung von gefüllten Aerosolpackungen
- ADR / RID – Transportvorschriften
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FEA 623 Diese Norm beschreibt ein vereinfachtes hydraulisches Prüfverfahren zur Bestimmung der mechanischen Festigkeit von gefüllten Aerosolbehältern aus Metall und Kunststoff mit Ventilen. Sie definiert Druckbeaufschlagungsverfahren zur Erkennung von Verformungen, Leckagen oder Bersten und unterstützt so die Beurteilung der Behälterfestigkeit während der Produktentwicklung und Sicherheitsprüfung.
Häufig gestellte Fragen – Entwicklung & Konstruktion
Nein. Es handelt sich um eine Entwicklungs- und Bewertungsmethode, die zur Unterstützung von Designentscheidungen und nicht zur behördlichen Genehmigung dient.
Wasser beseitigt die Variabilität im Formulierungsverhalten und verbessert die Testsicherheit deutlich.
Nein. FEA 623 ergänzt, ersetzt aber nicht die behördlichen Wasserbadtests.
Es ermöglicht eine kontrollierte hydraulische Druckbeaufschlagung, die jedoch minimiert werden muss, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.
Durch das Bohrloch verändert sich die Festigkeit des Behälters, daher müssen die absoluten Druckwerte vergleichend interpretiert werden.

