FEA 643: Messung der Ausstoßrate gefüllter Aerosolpackungen

FEA 643 Prüfgerät zur Messung der Aerosolabgaberate mit hochpräziser Waage und digitalem Timer zur Messung der Durchflussrate in g/s unter kontrollierten 25°C-Bedingungen.

Standardübersicht

FEA 643 ist ein Industriestandard, der von der Europäischer Aerosolverband (FEA) das definiert ein reproduzierbares Testverfahren zur Messung der Durchflussrate von gefüllten Aerosolpackungen.

Die Abflussrate wird ausgedrückt in Gramm pro Sekunde (g/s) und stellt die Produktmenge dar, die während einer definierten Ausstoßzeit unter kontrollierten Bedingungen durch das Ventil ausgestoßen wird.

Wichtigste Erkenntnis: FEA 643 ermöglicht einen aussagekräftigen Vergleich der Sprühleistung verschiedener Aerosolsysteme.

Umfang und Grenzen

Diese Methode ist anwendbar auf die die Mehrheit der derzeit auf dem Markt befindlichen Aerosole, einschließlich Kosmetik-, Haushalts- und technischer Produkte.

Folgende Punkte sind jedoch ausdrücklich vom Standard ausgeschlossen:

  • Dosierventile
  • Umgekehrte Verwendung von Dampfphasen-Absperrventilen
Nutzungsregel: Bei den Entladetests müssen die auf dem Behälter abgedruckten Gebrauchsanweisungen genau befolgt werden.

Testprinzip

Die Abflussrate wird bestimmt durch:

  1. Wiegen der Aerosolpackung vor der Entnahme
  2. Das Ventil für ein definiertes Zeitintervall betätigen
  3. Das Paket erneut wiegen

Die Massendifferenz dividiert durch die Entladezeit ergibt die Entladerate in Gramm pro Sekunde.

Technischer Einblick: Zeit- und Temperaturkontrolle sind wichtiger als die Genauigkeit der Waage.

Erforderliche Geräte

  • Wasserbad wird gepflegt bei 25 ± 0,5 °C
  • Stoppuhr genau bis 0,2 s
  • Balance lesbar bis 0,1 g
  • Manometer genau auf 0,5 bar

Vorbereitung der Testprobe

Aerosolproben können sein:

  • Zufällig aus der Produktion nach Heißwasserbadprüfung ausgewählt.
  • Sorgfältig vorbereitete Versuchsansätze

Alle fehlerhaften Proben müssen zurückgewiesen werden, einschließlich:

  • Auslaufende Packungen
  • Falsch ausgerichtete Ventile
  • Verstopfte oder defekte Ventile
QA-Hinweis: Ventilausrichtungsfehler sind häufig der Hauptgrund für Schwankungen im Durchfluss.

Pflege und Vorbehandlung

Vor der Messung:

  1. Das Aerosol wird betrieben für 5 Sekunden um das Tauchrohr freizumachen
  2. Die Packung wird in einem Wasserbad bei 25 °C konditioniert für mindestens 30 Minuten

Dies gewährleistet ein Temperaturgleichgewicht und eine homogene Produktzusammensetzung.

Entladungsprüfverfahren

  1. Nehmen Sie die Packung aus dem Wasserbad und wischen Sie sie trocken.
  2. Betätigen Sie das Ventil für 1 Sekunde um Restwasser zu entfernen
  3. Innendruck messen
  4. Wiegen Sie die Packung (±0,1 g)
  5. Packung schütteln 3 Sekunden
  6. Kontinuierlich entladen für 10 Sekunden
  7. Wiegen Sie das Paket erneut.

Der Vorgang wird dreimal wiederholt, sofern keine anderen Gründe vorliegen.

Sonderfall: Bei Dampfphasen-Absperrventilen können 2 × 5 Sekunden-Messungen anstelle von 3 × 10 Sekunden erforderlich sein.

Berechnungsmethode

Die Abflussrate wird wie folgt berechnet:

Entladerate (g/s) = (Masse vorher − Masse nachher) ÷ Entladezeit

Die individuellen Ergebnisse sollten sich nicht um mehr als 0,1 g aus dem Mittelwert der Bestimmungen.

Alternative Lebenszyklusmessung

Bei Systemen, bei denen sich das Entleerungsverhalten während des Entleerungsprozesses ändert, können Messungen bei unterschiedlichen Füllständen durchgeführt werden:

  • 90%
  • 70%
  • 50%
  • 30%
  • 10%

Die Ergebnisse können dann grafisch dargestellt werden, um die Entwicklung der Entladung über die Lebensdauer des Packungsmaterials zu visualisieren.

Technischer Vorteil: Diese Methode verdeutlicht die Auswirkungen von Zusammensetzungsverschiebungen in Systemen der Dampfphase.

Berichtspflichten

Prüfberichte müssen Folgendes enthalten:

  • Gemessene Abflussrate (g/s)
  • Mittlerer Innendruck
  • Verwendete Entlademethode (z. B. 3 × 10 s)
  • Containerspezifikation
  • Ventil- und Düsendetails
  • Anfangsfüllstand

Technische Bedeutung

FEA 643 ist unerlässlich für:

  • Vergleich der Sprühleistung
  • Ventil- und Aktuatoroptimierung
  • Stabilitätsprüfung und Alterungsstudien

Es wird üblicherweise zusammen mit Folgendem verwendet:

  • FEA 606 – Heißwasserbadprüfung
  • FEA 621 – Behälterdruckbeständigkeit
  • FEA 623 – mechanische Widerstandsfähigkeit der gefüllten Packung
Laden Sie die Standard-PDF-Datei herunter

FEA 643 Die Norm beschreibt ein Verfahren zur Messung der Ausstoßrate gefüllter Aerosolkapseln. Sie legt die Vorgehensweise zur Bestimmung der über einen kontrollierten Zeitraum unter definierten Temperaturbedingungen freigesetzten Produktmenge fest, um Sprühleistung und Konsistenz zu bewerten.

Häufig gestellte Fragen – Entwicklung & Qualitätssicherung

Die Temperatur beeinflusst Dampfdruck und Viskosität maßgeblich. Durch deren Festlegung wird ein aussagekräftiger Vergleich zwischen den Proben gewährleistet.

Restliche Produktreste im Tauchrohr repräsentieren möglicherweise nicht die Gesamtzusammensetzung und können die erste Messung verfälschen.

Nein. Dosierventile erfordern andere Prüfprinzipien und Messgeräte.

Lösungsmittel können Dichtungen mit der Zeit aufweichen, wodurch sich der Strömungswiderstand und die Fördermenge verändern.

Ja. Die Durchflussraten sind nur dann aussagekräftig, wenn sie mit dem Innendruck in Verbindung gebracht werden.

CEO Pony
Pony Ma | CEO

Mit 25 Jahre Mit unserer Erfahrung im Bereich Metallverpackungen sind wir bestrebt, Folgendes anzubieten: nachhaltige Verpackungslösungen durch innovative Aluminiumtechnologien. Und ich teile regelmäßig Erkenntnisse über Materialinnovationen und globale Beschaffungsstrategien, um Marken dabei zu helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

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