Herstellungsprozess für Aluminiumdosenkörper
Der Aluminiumdosenkörper wird auf einer hochautomatisierten, zweiteiligen Hochgeschwindigkeits-Dosenfertigungslinie hergestellt. Gemäß dem Standard-Produktionsprozess für Aluminium-Getränkedosen wird der Dosenkörper in folgenden Schritten geformt und fertiggestellt:
Schritt 1: Beladung der Aluminiumspule
Die Produktion beginnt mit Aluminiumlegierungsspulen geeigneter Güte und Dicke. Die Spulen werden auf einen Abwickler montiert, der das Aluminiumblech automatisch abwickelt und unter kontrollierter Spannung in die Produktionslinie einspeist.

Schritt 2: Schmierung
Auf die Oberfläche des Aluminiumblechs wird eine dünne Schmierschicht aufgetragen. Diese Schmierung reduziert die Reibung beim Umformen, schützt die Werkzeuge und verhindert Risse oder Oberflächenfehler beim Ziehen und Glätten.

Schritt 3: Abdecken und Becherziehen
Das geschmierte Aluminiumblech gelangt in eine Hochgeschwindigkeitspresse, wo runde Rohlinge ausgestanzt werden. Jeder Rohling wird anschließend mithilfe von Formwerkzeugen sofort zu einer flachen Mulde gezogen. In diesem Stadium beginnt die Transformation des Materials von einem flachen Blech in eine dreidimensionale Form.

Schritt 4: Nachzeichnen, Bügeln und Formen des Bodens
Die Tassen werden über ein Förderband zu einer Nachzieh- und Bügelpresse transportiert. In diesem entscheidenden Schritt:

- Der Becher wird nachgezogen und durch eine Reihe von Bügelringen gepresst, wodurch die Seitenwände deutlich dünner werden, während gleichzeitig die Höhe der Dose zunimmt.
- Gleichzeitig ist der Boden der Dose gewölbt (konkav), was die Widerstandsfähigkeit gegen Innendruck und mechanische Belastungen verbessert.
Dieser Schritt verleiht dem Dosenkörper seine nahezu endgültigen Abmessungen und die charakteristische Festigkeits-Gewichts-Effizienz.

Schritt 5: Trimmen
Nach dem Bügeln ist der obere Rand des Dosenkörpers aufgrund des Materialflusses uneben. Eine Abkantmaschine entfernt das überschüssige Metall (“Ohren”), um eine gleichmäßige Höhe und einen flachen, glatten Rand zu gewährleisten, was für das spätere Einziehen und Verschließen unerlässlich ist.

Schritt 6: Waschen und Trocknen
Die zugeschnittenen Dosenkörper durchlaufen einen mehrstufigen Reinigungsprozess:
1. Entfetten und Reinigen, um Restschmierstoffe, Aluminiumspäne und Verunreinigungen aus der Form zu entfernen.

2. Chemische Behandlung zur Bildung eines dünnen organischen Konversionsfilms auf der Aluminiumoberfläche, wodurch die Korrosionsbeständigkeit verbessert und eine geeignete Grundlage für Beschichtungen geschaffen wird.


3. Trocknen im Backofen, um die Feuchtigkeit zu entfernen und die Dose für die Dekoration und Beschichtung vorzubereiten.

Schritt 7: Äußerer Druck und Beschichtung
Die äußere Dekoration des Dosenkörpers erfolgt in mehreren Teilschritten:

1. Auftragen und Aushärten der weißen Grundierung.

2. Farbdruck, bei dem Grafiken und Logos mittels Offsetdrucktüchern übertragen werden.



3. Überlackierung, bei der eine klare Schutzschicht über das gedruckte Design aufgetragen wird.


4. Beschichtung des unteren Randes zum Schutz der scharfen Unterkante der Dose.

5. Abschließende Aushärtung, um sicherzustellen, dass alle Tinten und Beschichtungen vollständig ausgehärtet sind.

Schritt 8: Innenbeschichtung und Bodenbesprühung
Ein lebensmittelechter, transparenter Innenlack wird auf die Innenwand und den Boden der Dose aufgesprüht. Diese Beschichtung verhindert den direkten Kontakt zwischen Getränk und Aluminium und gewährleistet so Produktsicherheit, Geschmacksstabilität und Korrosionsbeständigkeit. Anschließend wird die Beschichtung im Ofen ausgehärtet.



Schritt 9: Halsbildung
Mithilfe von Präzisionswerkzeugen wird der Durchmesser der Dosenöffnung schrittweise verringert. Durch dieses Einschnürungsverfahren kann ein kleinerer Deckel verwendet werden, wodurch der Materialverbrauch gesenkt und gleichzeitig die Dichtigkeit erhalten bleibt.

Schritt 10: Bördeln
Nach dem Einziehen des Dosenrandes wird dieser nach außen gebogen, um eine gleichmäßige Wölbung zu erzeugen. Diese Wölbung ist entscheidend für den späteren Doppelfalzvorgang, bei dem der Dosenboden mechanisch mit der gefüllten Dose verbunden wird.

Schritt 11: Inspektion und interne Bildgebung
Jeder Dosenkörper wird automatisch geprüft:
- Bei einer Lichtprüfung wird die Außenseite auf Risse, Nadellöcher oder Maßabweichungen untersucht.
- Bei der internen Kamerainspektion werden die Innenfläche und die Qualität der Beschichtung untersucht.
Defekte Dosen werden automatisch aus der Produktionslinie aussortiert.

Schritt 12: Palettieren und Verpacken
Qualifizierte Dosenkörper werden gestapelt, umreift, mit Schutzfolie umwickelt, etikettiert und für den Versand an Getränkeabfüllanlagen vorbereitet.

Häufig gestellte Fragen
A: Nach dem Bügeln wird die Wandstärke üblicherweise auf 0,1–0,15 mm reduziert, wobei die Höhe je nach Dosengröße variiert, z. B. 115–180 mm bei gängigen Getränkedosen. Ingenieure sollten die Spezifikationen überprüfen, um die Kompatibilität mit den Abfüllanlagen sicherzustellen.
A: Die konkave Wölbung erhöht die Stabilität und ermöglicht es der Dose, Innendrücken von bis zu 6 bar ohne Verformung standzuhalten. Beschaffungsteams sollten diesem Merkmal bei Anwendungen mit kohlensäurehaltigen Getränken Priorität einräumen, um Ausfallrisiken zu minimieren.
A: Durch die Verengung wird der Durchmesser auf ca. 52–57 mm mit Toleranzen von ±0,1 mm reduziert, um einen passgenauen Deckelverschluss zu gewährleisten. Uneinheitliche Toleranzen können zu Dichtungsproblemen führen; daher ist der Werkzeugverschleiß während der Produktion regelmäßig zu überprüfen.
A: Verwenden Sie interne Bildgebungs- und Fehlstellenerkennungstests, um auf Nadellöcher oder ungleichmäßige Lackierung zu prüfen. Verlangen Sie von Lieferanten für die Beschaffung Bescheinigungen über die Einhaltung der Lebensmittelstandards und Ergebnisse von Korrosionsprüfungen.
A: Unebene Felgenränder können zu Nahtfehlern führen, die Leckagen oder strukturelle Schwächen zur Folge haben können. Ingenieure sollten nach dem Zuschneiden Höhenkontrollen durchführen, während die Beschaffung auf die Präzision der Maschinenvorgaben achtet, um Nacharbeitskosten zu vermeiden.
A: Legierungen wie 3004 oder 3104 sind Standard, jedoch können Abweichungen die Umformbarkeit und Festigkeit beeinträchtigen. Um die Prozesskompatibilität sicherzustellen, sollten Spulenproben vor der vollständigen Beschaffung auf Dehnung und Zugfestigkeit geprüft werden.
A: Die nach außen gerichtete Wölbung muss gleichmäßig 1,5–2 mm betragen, um eine dichte Abdichtung zu gewährleisten. Maßabweichungen erhöhen hier das Leckagerisiko; führen Sie daher während der Abnahme Zugversuche an Mustern durch, um die Leistungsfähigkeit zu überprüfen.
A: Wasserqualität und Chemikalienkonzentration müssen kontrolliert werden, um Rückstände zu vermeiden, die Beschichtungen beeinträchtigen. Bei der Beschaffung sollten umweltfreundliche Chemikalien ausgewählt werden, die die gesetzlichen Standards erfüllen, ohne die Korrosionsbeständigkeit zu beeinträchtigen.

