Standardübersicht
EN 15009 ist die europäische Norm, die die Verhältnis zwischen deklariertem Produktvolumen und Containerkapazität für unterteilte Aerosolbehälter.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Aerosolen trennen Kammersysteme das Produkt mithilfe eines Trennsystems vom Treibmittel. Kolben, Innensack oder flexible Kammer. Dieser Standard gewährleistet, dass die Füllmengen über verschiedene Systemdesigns hinweg sicher, korrekt und vergleichbar bleiben.
1. Was ist ein unterteilter Aerosolbehälter?
Ein unterteilter Aerosolbehälter nutzt eine interne Trennung zwischen Produkt und Treibmittel. Die Produktabgabe erfolgt entweder durch:
- Komprimiertes oder verflüssigtes Gas wirkt auf einen Kolben
- Ausdehnung eines inneren flexiblen Beutels
Diese Konstruktion wird häufig verwendet für:
- Bag-on-Valve (BOV)-Systeme
- Kolben-Aerosole
- Produkte, die keine Treibmittelmischung erfordern
2. Zusammenhang zwischen Füllvolumen und Behälterkapazität
Die Kernanforderung der EN 15009 besteht darin, zu definieren, wie die nominales Produktvolumen bezieht sich auf maximales Füllvolumen des Außenbehälters.
Die Tabelle in der Norm veranschaulicht die gängige Branchenpraxis und nicht feste, verbindliche Werte. Sie hilft den Herstellern bei der Auswahl geeigneter Behältergrößen für unterteilte Systeme.
3. Begrenzung des Flüssigphasenvolumens
Die EN 15009 legt eine kritische Sicherheitsregel fest:
Das Gesamtvolumen der flüssigen Phase bei 50 °C darf 90% des Nettovolumens des befüllten und geschlossenen Spenders nicht überschreiten.
Dies umfasst:
- Das Produkt
- Der Treibstoff, falls er in flüssiger Phase in einem separaten Abteil enthalten ist
4. Erklärung der Nennmenge
Bei abgeschotteten Aerosolen beträgt die deklarierte Nennmenge:
- Beinhaltet nur das Produktvolumen
- Ausgenommen ist der Treibstoff, da es nicht mit dem Produkt ausgeschieden wird
Diese Regelung gewährleistet eine transparente und vergleichbare Kennzeichnung für die Verbraucher, unabhängig davon, ob komprimiertes oder verflüssigtes Gas verwendet wird.
5. Dimensionsreferenzen und Kompatibilität

EN 15009 tut nicht Neue Containerabmessungen definieren. Stattdessen greift es auf bestehende Containerstandards zurück:
Um interne Kammern unterzubringen, sind begrenzte Abweichungen zulässig bei:
- Gesamthöhe (einschließlich Kontakthöhe)
- 25,4 mm Aperturkonfiguration
6. Praktische Anwendungsszenarien
6.1 Produkt- und Systemdesign
Die EN 15009 hilft Ingenieuren bei der Auswahl einer geeigneten Außenbehältergröße basierend auf dem erforderlichen Produktvolumen und der Fachtechnik.
6.2 Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Kennzeichnungsvorschriften
Eine klare Trennung von Produktvolumen und Treibmittelmenge vermeidet irreführende Angaben und unterstützt die Einhaltung der Aerosol-Sicherheitsrichtlinien.
6.3 Beschaffung und Spezifikation
Die Bezugnahme auf EN 15009 in den Spezifikationen sorgt für eine Angleichung der Erwartungen an Behältergröße, Füllvolumen und Kennzeichnung zwischen den Lieferanten.
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Dieses Dokument enthält EN 15009, Die Norm legt die Anforderungen an unterteilte Aerosolbehälter fest. Sie definiert das Verhältnis zwischen Nennfüllvolumen und maximaler Füllmenge und gewährleistet so die korrekte Mengenangabe, sichere Füllgrenzen und eine gleichbleibende Leistung von Aerosolen mit komprimierten oder verflüssigten Treibmitteln.
Häufig gestellte Fragen – Technik, Zulassung und Einkauf
Die EN 15009 ist zwar nicht rechtsverbindlich, gilt aber als anerkannte europäische Referenz für eingeschlossene Aerosole. Ihre Missachtung führt häufig zu Problemen im Bereich der Vorschriften, der Kennzeichnung oder der Sicherheit.
Nein. Dies gilt nur für geschlossene Aerosolsysteme. Konventionelle Aerosole werden durch ISO 90-3 und die Normenreihe EN 15006 / EN 15007 / EN 15008 abgedeckt.
Flüssigkeiten dehnen sich bei erhöhten Temperaturen erheblich aus. Eine Überschreitung des Füllstands von 90% kann bei 50 °C zu gefährlichen Druckanstiegen führen.
Nein. Es wird lediglich das Produktvolumen angegeben. Das Treibmittel bleibt separat und wird nicht mit dem Produkt abgefüllt.
Ja, sofern sie der Norm EN 15007 oder EN 15008 entsprechen. Allerdings müssen Höhe und Öffnungsgeometrie möglicherweise angepasst werden, um die Innenkammer sicher zu integrieren.

